Atelier Format 60+

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Atelier Format 60+

Name | Name

Pensionistinnenklub Atelier Format 60+

Art | Style

Bauen im Bestand

Lage | Location

Schmidgasse 11, 1080 Wien

Jahr | Year

2020

Die Wiener PensionistInnen Klubs sind seit jeher ein wichtiger Treffpunkt für die ältere Generation der Stadt. An diesen Orten des Austauschs darf Karten gespielt, ein Stück Kuchen genossen oder einfach nur geplaudert werden. In den letzten Jahren sehen sich jedoch manche Klubs der Stadt mit rückläufigen Besucherzahlen konfrontiert. Die Bedürfnisse älterer Menschen haben sich verändert.

 

Mit dem Format 60+ haben Markus Gebhart und Lene Bettel deshalb ein Konzept entwickelt, welches das bestehende Angebot der Pensionistinnen Klubs erweitert: Pensionierte Wienerinnen und Wienern haben hier in einem eigenen Atelier die Chance, sich in neuen Gefilden auszuprobieren, neue Ausdrucksformen zu finden und sich künstlerisch zu entfalten.

The Vienna Pensioners‘ Clubs have always been an important meeting place for the city’s older generation. They are places of exchange and can be used for playing cards, having a piece of cake or just a chat. But in recent years, some clubs have been confronted with declining visitor numbers. The needs of older people have changed.

 

With the format 60+, Markus Gebhart and Lene Bettel have therefore developed a concept which expands the existing offer of the pensioners‘ clubs: In a studio, retired Viennese people now get the opportunity to try out new areas, find new forms of expression and unfold artistically.

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Als Atelier dient das ehemalige Klublokal in der Schmidgasse 11 im 8. Wiener Gemeindebezirk. Die Räumlichkeiten boten die optimalen Voraussetzungen. Gut angebunden und zentral im Bezirk verortet ist dieser Standort für seine Besucherinnen und Besucher außerdem einfach erreichbar und hat mit seiner Lage im Erdgeschoß einen unmittelbaren Bezug zur Straße sowie zu dem im Hof situierten Gemeinschaftsgarten.

Verändert sich das inhaltliche Programm, so verändert sich damit einhergehend immer auch das Anforderungsprofil an den Raum. Deshalb wurde in Zusammenarbeit mit den Initiatoren ein Raumkonzept erarbeitet, bei dem mit gezielten Interventionen auf die Anforderungen eines Ateliers reagiert wird.

Erster wichtiger Schritt dabei war das bloße Auf- und Ausräumen, um die räumlichen Qualitäten sowie den Charme der Gewölbe des alten Biedermeierhauses wieder zum Vorschein zu bringen.

Der abgetretene, brüchige PVC-Boden wurde entfernt und der darunterliegende Estrich neu verspachtelt und versiegelt. So wurde auf einfache Weise ein robuster, langlebiger Werkstattboden geschaffen. Die gelben Wände wurden weiß gestrichen und Vorhänge abgehängt, womit sich das Lokal auch den Passantinnen und Passanten freundlich und hell präsentiert.

Als identitätsstiftendes Element fungieren zwei große Werkzeugwände, welche die beiden Haupträume fassen und als Versorger dienen. Als Lochwände bieten sie die Möglichkeit einer flexiblen Nutzung und können auf einfache Weise mit Haken für Werkzeug und mit Regalen bestückt werden oder als Ausstellungswände dienen.

Weitere versorgende Elemente bilden sechs mobile Werkbänke. Diese säumen die beiden Werkzeugwände, können aber auch als Küchentresen, Medienwagen, Buffet oder Sideboard eingesetzt werden. Dadurch lassen sich die Räume schnell umfunktionieren.

The former club at Schmidgasse 11 in Vienna’s 8th district offered optimal conditions for the implementation of such a studio. Well connected and centrally located in the district, this site is easily accessible for its visitors and, with its location on the ground floor, has a direct connection to the street as well as to the community garden situated in the courtyard.

If the content of the program changes, the requirements for the space also change. For this reason, a concept was developed in collaboration with the initiators, in which targeted interventions are used to respond to the requirements of a studio.

The first important step in this process was the mere clearing out of the space in order to bring the spatial qualities and the charm of the vaults of the old Biedermeier house back to the fore.

The worn and brittle PVC flooring was removed and the screed underneath was re-filled and sealed. This was a simple way to generate a sturdy, long-lasting workshop floor.

The yellow walls were painted white and curtains were removed, giving the studio a friendly and bright appearance even from the outside.

Two large tool walls act as an identity-forming element. They enclose the two main rooms and serve as utilities. Designed as perforated walls, they offer the possibility of flexible use and can be easily equipped with shelves or serve as exhibition walls in addition to hooks for tools.

Six mobile workbenches were installed as further supply elements. These line the two tool walls, but can also be used as kitchen counters, media trolleys, buffets or sideboards, which means that the rooms can also be quickly converted.

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Als weitere bauliche Maßnahme wurde der bestehende Durchbruch zur Küche mit Hilfe eines Stahlbetonsturzes verbreitert. Die neu geschaffene Verbindung zum angrenzenden Gemeinschaftsraum spendet Licht und ermöglicht eine Überlagerung der Funktionen: So kann die Küche auch als Erweiterung des Werkraums genutzt werden oder aber in direktem Bezug zu den Besucherinnen und Besuchern als Café, Bar oder Essensausgabe dienen.

Zu einer Überlagerung der Funktionen kommt es auch beim vorhandenen MitarbeiterInnen-WC, das mit Hilfe eines Klapptischs ganz einfach zur Dunkelkammer zum Ausbelichten analoger Fotografien umfunktioniert werden kann.

Ziel des Entwurfes war es, unter Berücksichtigung der vorhandenen Ressourcen einen authentischen, flexiblen und inspirierenden Raum für kreatives Arbeiten zu schaffen, der den Ansprüchen seiner veränderten Nutzung gerecht wird und trotzdem weiterhin der gemütliche Treffpunkt bleibt, der er schon so viele Jahre war.

As a further structural measure, the existing opening to the kitchen was widened with the help of a reinforced concrete lintel. The newly created connection to the adjacent common room provides light and allows for an overlapping of functions. Thus, the kitchen can also be used as an extension of the workroom or, with a direct connection to the visitors, serve as a cafe, bar or food counter.

The existing staff restroom also has overlapping functions: Using a folding table, it can be converted into a darkroom for exposing analogue photographs.

The aim of the design was to create an authentic, flexible, and inspiring space for creative work, which would meet the demands of its changed use and also continue to be the cosy meeting place it has been for so many years.

Auftraggeber | Client

Kuratorium Wiener Pensionisten-Wohnhäuser Abteilung PesionistInnenklubs

Status | status

realisiert

 

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